Montag, 10. Januar 2011

Vorbereitungen und Gedanken

Countdown läuft....

So nun ist das neue Jahr angebrochen. Dieses Jahr wird ein spannendes für mich sein. Voller Vorfreude auf Bolivien und auf alle Dinge die unvorhergesehen geschehen werden habe ich mir vorgenommen das Beste daraus zu machen. Es ist schon komisch, das die Zeit so schnell vergeht und man viele Dinge für ein Jahr nicht mehr machen kann, dafür aber ganz neue Dinge sehen und erleben wird die möglicherweise auch ganz neue Perspektiven eröffnen. Im Moment bin ich beim Snowboarden in den Alpen. Auch das werde ich erstmal für 1 Jahr nicht mehr machen können. Es ist sehr schön hier. So kann ich nochmal etwas Zeit mit Julius und anderen netten Leuten verbringen bevor es dann in ca. 23 Tagen schon losgeht.

Das Visum ist bereits beantragt, jetzt muss nur noch alles stimmen und es muss noch rechtzeitig vor dem Abflug wieder bei mir eintreffen. Mein Gott war das ein Aufwand die Unterlagen für das Visum zu bekommen.

Hier ein kleines Beispiel dafür, was für das polizeiliche Führungszeugnis für ein Aufwand betrieben werden muss damit die bolivianische Botschaft zufrieden ist:

Zunächst einmal musste ich das Visum in der Gemeinde beantragen. Ich hatte einen Zettel vom ICJA dabei, mit welchem ich das Führungszeugnis möglicherweise kostenlos bekommen konnte, das hing von der Laune und der Freundlichkeit des Beamten in der Gemeinde ab. Ich überzeugte ihn schließlich, dass dieses freiwillige Jahr etwas Sinnvolles ist und er es mir kostenlos geben könne. Nach einer Woche fand ich das Führungszeugnis in meinem Briefkasten. Nun musste ich wieder zur Gemeinde gehen um es beglaubigen zu lassen. Leider wusste der eigentlich erfahrene Beamte nicht wie eine solche Beglaubigung aussehen sollte, sie war jedoch von der bolivianischen Botschaft gefordert worden. Er stempelte es schließlich mit dem Stempel der Gemeinde Herdwangen-Schönach ab und unterschrieb. (Hoffentlich stimmt das und bereitet mir keine Probleme mehr). So nun sollte mein nächster Gang zu einem vom Landgericht Konstanz beeidigten Übersetzer gehen welcher mir dieses Führungszeugnis auf Spanisch übersetzte. Der Spaß kostete mich ganze 113.16 Euro, weil dieser das übersetze Führungszeugnis (wo übrigens gar keine Eintragungen vorhanden sind) vor dem Notar unterschreiben musste und dieser noch sein Siegel mit Schnur drum rum binden musste. Zum Abschluss sollte ich dann mit diesen inzwischen per offizieller Schnur verbundenen Papieren zum Landgericht Konstanz fahren um es mir vom Präsidenten des Landgerichts nochmal überbeglaubigen zu lassen. Eine zweite Schnur wurde drum rumgebunden und ein zweites Siegel abgestempelt. Nochmal 10 Euro.

Das nenne ich deutsche bzw. bolivianische Bürokratie!!

Naja ich habe es schließlich doch geschafft.

Leider weiß ich immer noch nicht in welches Projekt ich kommen werde, aber das wird sich sicherlich im Laufe dieses Monats rausstellen. Die Spannung steigt von Tag zu Tag und jedes mal wenn ich kann versuche ich meine E-Mails zu checken in der Hoffnung etwas Neues zu erfahren.

Keine Kommentare:

Kommentar posten